Dames

Das Damespiel hat seinen Ursprung wahrscheinlich im 10. oder 11. Jahrhundert in Südfrankreich; das Spielbrett wurde vom damals schon bekannten Schachspiel übernommen. Die Spielregeln stammen von Alquerque (auch als Quirkat bekannt).
Ursprünglich wurden die Steine ferses genannt, nach der Dame im Schachspiel. Zu jener Zeit konnte die Dame nur ein Feld weit ziehen. Die Neuerung war das aus Alquerque übernommene Überspringen und Wegnehmen gegnerischer Steine. Das Spiel wurde zu jener Zeit Fierges genannt.
Eine weitere Ähnlichkeit mit dem Schachspiel bestand früher darin, dass der Damespieler nicht verpflichtet ist, jede sich ihm bietende Gelegenheit zum Schlagen von gegnerischen Steinen auszunutzen. Um 1535 wurde dieses Schlagen obligatorisch. Verpasste ein Spieler die Gelegenheit dazu, wurde seine Figur zur Strafe vom Brett „gepustet“, bzw. weggenommen. Diese neue Form nennt man „Jeu Force“ die ältere „Jeu Plaisant“. Die heutige Standardversion ist Jeu Force.
Philip Mouskats Chronique (1243) bezieht sich auf „Könige“, womit eventuell eine Umwandlung auf der Grundlinie belegt ist.
Die Umbenennung der „ferses“ im Schachspiel in „Dame“ führte zu einer parallelen Umbenennung des Spiels in „Dames“.

So nimm Platz, werther Besucher und fröhne einem Spielchen Dames. Auf gutes Gelingen.

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