Geschichte



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Beim Sippenzeichen der Krákarslekt handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen Vogelkopf, der als Fragment einer Gewandnadelzier im nordischen Stil erhalten geblieben ist. Diese Art von Artefakten wurden ausschließlich in Skandinavien und der Rus gefunden. Die Gewandnadel, von welcher der Vogelkopf stammt wurde im Grab Nr. 108 in Kiew (Rus) gefunden und ist auf 950 bis 980 n. Chr. datiert.

(Quelle: W.Duczko, Rus wikingów, 2006)














Krákarslekt - Krähensippe



Alles fing damit an, dass wir uns mit Freunden jedes Jahr auf dem Mittelaltermarkt des Sparrenburgfests in Bielefeld trafen und den dortigen Metstand belagerten. Auf einem dieser Treffen begann es zu regnen und ich schenkte Nina einen Kapuzenumhang. Das war das erste Gewandungsteil, blieb aber nicht das letzte. Das Ziel war es ab da, zum nächsten Sparrenburgfest eine komplette Gewandung zu haben. Das war im Juli 2009. Wenn ich heute daran denke, wie viel Geld wir für diverse Gewandungsteile aus dem Fenster geworfen haben (Stichwort Leonardo Carbone) wird mir noch ganz schlecht.

Letztendlich hat es dann aber kein ganzes Jahr gedauert, bis die zivile Gewandung eines Ritters und seiner Dame vorhanden waren. Und auch die Rüstung und Bewaffnung war alsbald vorhanden, so dass wir 2010 so ziemlich jedes Wochenende auf den Mittelaltermärkten als gewandete Tagesgäste unterwegs waren. Begleitet wurden wir in den meisten Fällen von Ninas Eltern, welche sich ebenfalls ein wenig mit dem Mittelaltervirus infiziert hatten.

Ende 2010 lernten wir dann Tobi von der Schildwerkstatt kennen, bei dem ich einen Schild bestellt hatte, welchen ich in seiner Werkstatt persönlich abholte. Tobi lud uns dann ein, doch mal in Köln vorbeizuschauen, wo sich Sonntags immer die Leute vom Reenactor Combat Fighting Köln e. V. im Linien- und Zweikampf trainierten. Dieses Angebot nahmen wir an, trainierten mit, lernten tolle Leute kennen und traten nach einigen Trainings dann auch dem Verein bei. Da dieser allerdings von Angelsachsen und Wikingern besiedelt war und auch mit frühmittelalterlichen Waffen und Rüstungen gekämpft wird, legten wir uns Rundschilde und Wikingerschwerter zu. Und da uns schon rein aus der Gesinnung heraus, die Darstellung von Wikingern wesentlich besser gefiel und auch besser zu uns passte, als die Ritterdarstellung, verlegten wir unsere Darstellung aus dem Hochmittelalter ins Frühmittelalter. (Wikingerklamotten sind einfach viel bequemer, als dieses Rittergezumpel *g*) Und so wurden aus dem fränkischen Ritter Hagen von Rotha und seiner Holden Genoveva von Croionberga dann die Svear Holger Úlfsson und Jónina Godersdottir.

An unserer Gewandung, welche sich an Bewohnern von Birka in Svealand (Gebiet im heutigen Schweden), Mitte des 10. Jahrhunderts anlehnen soll, wird fleißig gefeilt. Den Fehler wieder sofort auf Teufel komm raus Klamotten zu kaufen, begehen wir nicht noch einmal. Jetzt wird die Gewandung mit Bedacht ausgesucht und zusammengestellt, was allerdings noch was dauern wird. Lieber erst mal mit dem was vorhanden ist auskommen, als wieder Hunderte von Euros für "Schrott" rauszuwerfen. Allerdings wird auch hier der Spaß und nicht das große A im Vordergrund stehen. Dennoch versuchen wir, so historisch korrekt, wie es uns möglich ist zu sein. Mit der Zeit steigt der eigene Anspruch halt immer mehr. Über die Sippenmitglieder der Krákarslekt erfahrt ihr mehr auf unseren persönlichen Seiten, die nach und nach ausgebaut werden und die ihr über den Link "Sippenmitglieder" oben links erreicht..

Nachdem wir im Juni 2011 erstmals auf den Ritterspielen und dem Wikingerspektakel auf Burg Satzvey gelagert und im großen Versorgungszelt von Tobis Schildwerkstatt geschlafen haben (vielen lieben Dank an Tobi), war der Wunsch nach einem eigenen Wikingerzelt nun groß. Schon im September zu den Ritterspielen auf Satzvey lagerten wir dann in unserem eigenen Zelt, einem Rabanus-Zelt, so genannt, weil dieses kleine Getender in der Enzyklopädie des Rabanus Maurus von 1023, Lib. XIV,Kap. 26, p. 366, "de Tentoriis" Tafel 97 bildlich dargestellt wird.

Auf den Wikingerspielen auf Satzvey und dem Markt auf Gut Schiff lagerten wir dann noch mal in unserem Zelt. So schön es aber auch ist, stellte sich doch in der Praxis schnell heraus, dass es einfach zu klein für Nina, Trixi und mich ist. Also bestellte ich Ende März 2012 ein Rundzelt von Sew-Mill, mit einem Durchmesser von 5 m und einer Höhe von 3,50 m und verkaufte das Rabanuszelt. Mit dem neuen Rundzelt lagerten wir erstmals zu Pfingsten 2012 in Satzvey. In diesem Zelt haben wir jetzt Platz ohne Ende. Wo wir es allerdings trocknen sollen, wenn es einmal nass wird, wissen die Asen. Im Jahr 2013 haben wir dann unser zweites Zelt, ein Sachsen aus Baumwolle dazu gekauft. Es ist innen wesentlich heller, leichter zu transportieren und das Material ist nicht so anfällig, wie Leinen.

Auch Ninas Eltern haben inzwischen die HoMi-Klamotten an den berühmten Nagel gehängt und begleiten uns nun als Nordleute auf die Märkte, bzw. besuchen uns als solche, wenn Nina und ich in der Nähe lagern. Aus dem fränkischen Ritter Nicolaus von Croionberga und seiner Edeldame Elicia von Croionberga wurden inzwischen das aus Island stammende aber nun in Birka beheimatete Ehepaar Einar Magnusson und Eyja Beradottir.

Seit Juni 2013 gehören auch Sven und Olaf, welche wir auf unserem ersten Lager in Satzvey kennen lernten, zur Krákarslekt. Sven und Jónina üben sich mittlerweile fleißig im färben mit Pflanzen. Mehr darüber könnt ihr unter dem Link Färgglad (schwed. farbenfroh, bunt) oben links finden.



klein_ulfsson


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