Zeittafel

768

Karl der Große wird alleiniger Herrscher des Frankenreiches.

772

Beginn der Sachsenkriege, die 804 mit der endgültigen Unterwerfung der Sachsen enden.

774

Karl der Große erobert das Langobardenreich.

791

Feldzug Karl des Großen gegen die Awaren.

800

Karl der Große wird in Rom zum Kaiser gekrönt.

813

Ludwig der Fromme wird von seinem Vater Karl der Große in Aachen zum Mitkaiser gekrönt.

814

Nach dem Tode seines Vaters ist Ludwig der Fromme nun Kaiser.

840

Ludwig der Fromme stirbt.

843

Im Vertrag von Verdun wird das Frankenreich unter den drei Söhnen Ludwig des Frommen, Karl II der Kahle, Ludwig II der Deutsche und Lothar I., aufgeteilt. 

896

Arnulf von Kärnten wird zum Kaiser gekrönt.

955

Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg: Otto I. der Große besiegt die Ungarn und beendet damit die ungarischen Einfälle.

962

Otto I. der Große wird zum Kaiser gekrönt.

1063

Schlacht bei Cerami Sizilien: Normannen unter Roger I. von Hauteville, Herrscher von Sizilien, besiegen Sarazenen

1066

Schlacht bei Hastings: Die Normannen unter Wilhelm dem Eroberer erobern England. Die Schlacht von Hastings war der erste und wichtigste Erfolg des normannischen Herzogs Wilhelm bei seiner Eroberung von England, die er bis 1071 abschloss. Er ließ sich am Weihnachtstag 1066 in Westminster Abbey als Wilhelm I. zum König von England krönen und sicherte seine Herrschaft in der Folgezeit durch den Bau zahlreicher Zwingburgen. Die meisten angelsächsischen Adligen wurden enteignet und durch Normannen ersetzt. Wilhelm errichtete eine normannische Zentralverwaltung und schuf ein englisches Lehnswesen mit Ligischem Eid (Eid von Salisbury). Das normannische Französisch wurde zur Sprache der englischen Oberschicht, Verwaltung und Justiz, doch sprach die große Mehrheit der Bevölkerung weiterhin Angelsächsisch. Im 14. Jahrhundert setzte sich vor dem Hintergrund des Hundertjährigen Kriegs die angelsächsische Sprache wieder allgemein durch (Mittelenglisch). Die normannischen Könige herrschten bis 1154 über England. Sie wurden von dem ebenfalls aus Frankreich stammenden Haus Anjou-Plantagenet abgelöst. In den 1070er Jahren entstand mit dem 70 Meter langen Teppich von Bayeux das wichtigste zeitgenössische Dokument über die Schlacht von Hastings. Dieser Wandteppich wurde möglicherweise von Wilhelms Halbbruder, Bischof Odo von Bayeux, in Auftrag gegeben. Odo hatte sich ebenfalls direkt an der Schlacht beteiligt, wie es mehrfach auf dem Teppich dargestellt wird. Auf dem Teppich von Bayeux wird auch der Tod von König Harald II. bildlich dargestellt

1096 - 1099

Erster Kreuzzug: Eroberung Jerusalems durch die Kreuzritter, welche sämtliche Bewohner Jerusalems umbrachten. Anführer des Kreuzzuges waren Robert von der Normandie, Gottfried von Bouillon, Bohemund von Tarent, Raimund IV. von Toulouse, Balduin von Boulogne, Robert von Flandern, Hugo von Vermandois und weitere Angehörige des französischen und normannischen Adels. Päpstlicher Kreuzzugslegat war Adhemar de Monteil, Bischof von Le Puy. Man konnte sich nicht auf einen Oberbefehlshaber einigen, was im Verlaufe des Kreuzzuges zu diversen Konflikten führen sollte. Der deutsche König Heinrich IV. und der französische König Philipp I. nahmen nicht an dem Ersten Kreuzzug teil, da beide zu dieser Zeit mit dem Kirchenbann belegt waren.

1147 - 1149

Zweiter Kreuzzug, der mit der Niederlage der Deutschen und Franzosen endet. (siehe Rubrik Kreuzzug auf dieser Seite)

1187

Schlacht bei Hattin (in manchen Aufzeichnungen auch Huttin, Hittin oder Hittim genannt) am 4. Juli 1187 war die größte militärische Niederlage der Kreuzfahrer und führte zum Verlust großer Teile der Outremer einschließlich des Königreichs Jerusalem an die Muslime.: Saladin besiegt die Kreuzritter und besetzt Jerusalem.

1189 - 1192

Aufgrund des Verlustes der heiligen Stadt ergriffen der deutsche Kaiser Friedrich Barbarossa, der englische König Richard I. Löwenherz und Philipp-August von Frankreich das Kreuz. Am 11.5.1189 brach Barbarossa als erster der drei gekrönten Häupter nach Jerusalem auf. Das deutsche Heer zog nach den üblichen Reibereien in Ungarn und Bulgarien und trotz des anfänglichen Widerstreben des byzantinischen Kaisers Isaak Angelos durch Osteuropa und durch den größeren Teil Kleinasiens. Am 10. Juni 1190, kam es dann zur Katastrophe im Saleph. Vor aller Augen ertrank der 67 jährige Kaiser beim Bad in einem Fluss. Sein Heer kehrte daraufhin nahezu vollständig in die Heimat zurück.. 
Im Juni 1191 hatten beide Könige zu Schiff Akkon erreicht. Die Stadt wurde bereits seit zwei Jahren von christlichen Truppen unter dem ehemaligen König von Jerusalem Guido belagert und so konnten die Christen nun die Belagerung forcieren. So ergab sich die Besatzung der Stadt am 22.6.1191 gegen Zusicherung des Lebens und freien Abzugs aller Bewohner. Zusätzlich sollten die Bewohner noch die stattliche Summe von zweihunderttausend Goldstücken zahlen, 2500 christliche Gefangene frei lassen und den Christen ihr "echtes Kreuz" zurückgeben. Obwohl den Muslimen zwei Monate Zeit für die Zahlung zugesagt worden war, ließ Richard Löwenherz bereits nach einer Woche etwa 3000 Gefangene nebst Frauen und Kindern wegen des Ausbleibens von Zahlungen bestialisch ermorden. Der französische König nutzte die Gunst der Stunde und fuhr Anfang August zurück nach Frankreich, um dort während Richards Abwesenheit in der Normandie einzufallen. Richard Löwenherz dagegen setzte den Feldzug gegen Saladin bis 1192 fort. Es gelang ihm, zwar den größeren Teil der Küste zurückzuerobern, aber er verfehlte sein eigentliches Ziel die Rückeroberung Jerusalems. Als Richard vom Einfall Philipps in der Normandie erfuhr, schloss er einen Waffenstillstandsvertrag mit Saladin, der den Christen den freien Zugang nach Jerusalem garantierte. Richard begab sich daraufhin auf seine verhängnisvolle Heimreise, die ihn in die Gefangenschaft des deutschen Kaisers führte. 

1202 - 1204

Vierter Kreuzzug mit Eroberung Konstantinopels. Balduin von Flandern wird zum Lateinischen Kaiser gewählt.

1212

Schlacht bei Tolosa (Spanien): Ritter aus Kastilien, Aragon und Navarra besiegen die Almohaden. Die Schlacht von Las Navas de Tolosa hatte keine unmittelbaren Folgen, außer der Eroberung von Baeza und der Einnahme des Guadalquivir-Tals.
Der Sieg eröffnete aber den Weg für die Eroberung des Südens der iberischen Halbinsel. Die Muslime schafften es in der Folgezeit nicht mehr, sich von dieser Niederlage zu erholen, zumal der christliche Sieg die Legende der Unbesiegbarkeit der Almohaden widerlegte. In den folgenden Jahrzehnten wurden Andalusien von Kastilien und Aragón unterworfen: Córdoba fiel 1236, Sevilla 1248 und Cádiz 1261. Nur die Nasriden von Granada konnten ihre Herrschaft unter Anerkennung der kastilischen Oberhoheit noch bis 1492 behaupten.
Die Burg von Calatrava la Nueva, in der Nähe von Almagro, wurde mit Hilfe von moslemischen Kriegsgefangenen durch den Orden von Calatrava, zwischen 1213 und 1217 erbaut.

1230 - 1283

Der Deutsche Orden erobert und besetzt Preußen. Die Unterwerfung des Siedlungsgebietes der Prußen ging einher mit Christianisierung und deutscher Besiedlung des Landes. Dieses Unterfangen beschäftigte den Orden mehr als 50 Jahre lang und wurde nach schweren Rückschlägen, wie verschiedenen Aufständen der Prußen, erst 1285 abgeschlossen. Die ursprünglich legitimierende Zielsetzung der sogenannten Heidenmission behielt man auch nach der Missionierung Preußens bei.

1242

Die Russen besiegen unter Alexander Nevsky den Deutschen Orden am Peipus-See (Estland/Russland)

1278

Schlacht auf dem Marchfeld in Niederösterreich: Rudolf I. von Habsburg siegt über Ottokar von Böhmen und sichert den Habsburgern mit diesem Sieg Österreich für die folgenden 640 Jahre.

1291

Eroberung Akkons: Die Christen verlieren das Heilige Land. Nach der endgültigen Eroberung Jerusalems durch die Moslems 1244 war Akkon einer der letzten Stützpunkte der Kreuzfahrer. Mit der Eroberung der Festung am 18. Mai 1291 durch die Truppen des ägyptischen Mamelucken-Sultans al-Malik al-Asraf Chalil waren die Kreuzzüge endgültig gescheitert.

1302

Ein französisches Heer wird bei der Stadt Courtrai von den Flamen besiegt.

Die goldene Sporenschlacht (auch bekannt als „Sporenschlacht von Kortrijk“ oder „Schlacht von Courtrai“) vom 11. Juli 1302 ist ein Vorkonflikt des hundertjährigen Krieges (zwischen England und Frankreich). Dies war eine Schlacht der Flamen gegen Frankreichs Machtanspruch. Eines der Kriegsziele des hundertjährigen Krieges ab 1337 war die Herrschaft über die Tuchindustrie Flanderns.
Mit Gewalt verteidigten in ihr die Truppen Flanderns, der Adel, die Patrizier gleichermaßen wie die Handwerker und Bauern ihre Freiheit gegen Frankreich. Die flandrische Armee bestand zum Großteil aus Bürgermilizen.
Philip der Schöne von Frankreich hatte Guido I. von Flandern unter dem Vorwurf des Hochverrates gefangengenommen, sein Lehen konfisziert sowie französische Beamte in Flandern eingesetzt. Am 18. Mai 1302 kam es in Brügge zu einem Aufstand, bei dem die Bürger der Stadt alle Franzosen, derer sie habhaft werden konnten, erschlugen (Brügger Frühmette). Philip reagierte darauf, indem er Robert Graf von Artois mit den besten Rittern des nördlichen Frankreichs entsandte. Die Flamen konnten lediglich Infanterie aufbieten, und da schon seit Jahrhunderten keine Fußsoldaten mehr ein Ritterheer besiegt hatten, waren sich die Franzosen eines leichten Sieges sicher.
Am 11. Juli 1302 kam es schließlich zur Schlacht zwischen dem französischen Ritterheer und dem flämischen Infanterieheer auf dem Groeningekouter bei Kortrijk (Courtrai). Die Flamen formierten sich vor einem kleinen Fluss ohne wirkliche Fluchtrouten, und man nimmt an, dass dies mit Absicht geschah, um den Kampfeswillen der Männer zu stärken.
Nach einem kurzen Schusswechsel der Armbrustschützen zogen sich die Flamen etwas zurück, und Graf Robert befahl einen Kavallerieangriff seiner Vortruppe. Dabei stellte sich heraus, dass der Fluss für die französischen Ritter tückischer als erwartet war. Zusätzlich erschwerten das sumpfige Gelände und von den Flamen gegrabene Löcher die Attacke. Die Flamen setzten den desorientierten französischen Rittern so stark zu, dass Robert seiner Hauptstreitmacht ebenfalls den Angriffsbefehl gab, um die Vortruppe zu retten.
Aber auch die Hauptstreitmacht konnte in dem sumpfigen Gelände ihre Kampfkraft nicht entfalten. Sie konnte zwar verhindern, dass die Vortruppe komplett vernichtet wurde, schaffte es aber nicht, die Reihen der Flamen zu durchbrechen. Die Flamen ihrerseits töteten ein Pferd nach dem anderen und anschließend die Reiter und konnten so den Sieg erringen.
Am Ende des Tages hatten 700 französische Ritter ihr Leben verloren, darunter auch Graf Robert, fünf weitere Grafen, beide Marschälle von Frankreich und einige weitere höhere Adlige. Die Schlacht wird wegen der großen Anzahl der nach der Schlacht auf dem Feld erbeuteten Rittersporen auch die Schlacht der goldenen Sporen genannt (goldene Sporen galten den höheren Adligen als Statussymbol). Die Sporen wurden von den siegreichen Flamen in Kortrijk in der Onze-Lieve-Vrouw-Kerk aufgehängt. In Folge der Schlacht von Mons-en-Pévèle und des darauf folgenden Vertrages von Athis-sur-Orge forderten die Franzosen diese Sporen zurück.

1314

Schlacht von Bannockburn: England unterliegt den Schotten unter Robert the Bruce (ca. 9.000 Schotten gegen 25.000 Engländer).Diese berühmte und entscheidende Schlacht für Schottlands Freiheit fand am 23. und 24. Juni 1314 statt. Sie war die größte Schlacht, die je auf schottischem Boden geschlagen wurde. Alle Schotten nennen sie “The Battle of Bannockburn”. Früher wurde sie in England “The Battle of the Pools” (die Schlacht bei den Teichen) genannt. Im gälischen heißt sie “Blar Allt a´Bhain-Chnuic” (Schlacht bei dem Bach von Bannock). Durch die Schlacht bei Bannockburn wurde Schottland wieder ein freies unabhängiges Land. Es war der größte Sieg, den die Schotten je gewannen, obgleich sie einige Jahre warten mußten, bevor die Erklärung von Arbroath (1320) und dann der Vertrag von Northampton offiziell formulierten, was der kämpferische Mut und der Sieg in Bannockburn errungen hatte.

1337 - 1453

Beginn des Hunderjährigen Krieges zwischen England und Frankreich.

Als Hundertjähriger Krieg (französisch Guerre de Cent Ans, englisch Hundred Years’ War) wird der englisch-französische Konflikt und der französische Bürgerkrieg zwischen 1337 und 1453 bezeichnet. Den Hintergrund bildete erstens der Streit um die Thronfolge in Frankreich zwischen dem englischen König Edward III. und Philipp von Valois, zweitens ein innerfranzösischer Konflikt um Macht und Einfluss zwischen den Parteien der Bourguignons und der Armagnacs und drittens ein lehnsrechtlicher Streit um die Besitzungen der englischen Könige als Herzöge von Aquitanien im Königreich Frankreich. Der Krieg endete mit einem Sieg der Valois und hat zudem entscheidend zur Herausbildung eines Nationalbewusstseins der Franzosen und Engländer beigetragen.

1346 - Schlacht von Crécy (Frankreich): Engländer besiegen Franzosen

1415 - Schlacht bei Azincourt (Frankreich): Die Franzosen unterliegen den Engländern unter Heinrich V.

1429 - Die Belagerung von Orléans durch die Engländer wird durch Jeanne d'Arc (Johanna von Orléans) beendet. 

Schlacht bei Patay: Die Franzosen besiegen die Engländer.

1453 - Ende des Krieges. Die Engländer ziehen aus Frankreich ab.

1348 - 1350

Pestepidemie in Europa. Ein Drittel der Bevölkerung kommt um. 

Als Schwarzer Tod wird die große europäische Pandemie von 1347 bis 1353 bezeichnet, die geschätzte 25 Millionen Todesopfer – ein Drittel der damaligen europäischen Bevölkerung – forderte. Heute wird meist der Pesterreger Yersinia pestis dafür verantwortlich gemacht, allerdings sprechen manche historische und medizinische Erkenntnisse dagegen. Dass dennoch häufig das Wort Pest synonym für den Schwarzen Tod benutzt wird, leitet sich vom lateinischen Wort pestis für Seuche ab, nicht vom Krankheitserreger.

Die Pandemie brach nach heutigem Wissensstand zuerst in Asien aus und gelangte mit dem Schiffsverkehr nach Europa. Dort wurden manche Landstriche weitgehend entvölkert, während andere Regionen von der Seuche verschont oder nur gering betroffen waren. In Florenz überlebte nur einer von jeweils fünf Bürgern die Krankheit. Für das Gebiet des heutigen Deutschlands wird dagegen geschätzt, dass jeder zehnte Einwohner in Folge des Schwarzen Todes sein Leben verlor. Hamburg, Köln und Bremen zählten dabei zu den Städten, in denen ein sehr hoher Bevölkerungsanteil starb. Sehr viel geringer war dagegen die Anzahl der Todesopfer in Süddeutschland.

Die sozialen Auswirkungen des Schwarzen Todes reichten sehr weit: Juden gerieten sehr schnell in den Verdacht, durch Giftmischerei und Brunnenvergiftung die Epidemie ausgelöst zu haben. Dies führte in vielen Teilen Europas zu Judenpogromen und einem lokalen Aussterben der jüdischen Gemeinden. Selbst da, wo geistliche oder weltliche Herrscher dies zu verhindern versuchten, war ihr Autoritätsverlust durch die sozialen Verwerfungen in der Folge der Epidemie so hoch, dass ihnen dies in der Regel nicht gelang.
Inhaltsverzeichnis

1386

Schlacht bei Sempach (Schweiz): Die Schweizer besiegen und vertreiben die Österreicher.

1410

Schlacht bei Tannenberg (Preußen): Die Polen besiegen den Deutschen Orden. Die Schlacht bei Tannenberg am 15. Juli des Jahres 1410 unweit des heutigen Stębark (polnischer Name Tannenbergs) war eine Schlacht zwischen dem Heer des Deutschen Ordens unter Hochmeister Ulrich von Jungingen und einer gemeinsamen Streitmacht des Königreiches Polen unter König Władysław II. Jagiełło sowie des Großherzogtums Litauen unter Großfürst Vytautas. Der ein Jahrhundert andauernde kriegerische Konflikt des Ritterordens mit dem Großfürstentum Litauen sowie die latente Rivalität zwischen Deutschem Orden und dem Königreich Polen erreichte in der Schlacht bei Tannenberg ihren Höhepunkt. Die schwere Niederlage der Streitmacht des Deutschen Ordens in dieser Schlacht kennzeichnet den Beginn des Niedergangs der Ordensherrschaft in Preußen sowie den Aufstieg Polen-Litauens zur europäischen Großmacht.
Die Schlacht bei Tannenberg gilt als eine der größten Schlachten zwischen mittelalterlichen Ritterheeren.

1420 - 1434

Hussitenkriege zwischen dem Deutschen Reich und  böhmischen Rebellen. Als letztes Gefecht der Hussitenkriege gilt zumeist die Schlacht bei Brüx am 23. September 1434, wobei die inzwischen mit den Polen verbündeten Hussiten eine schwere Niederlage gegen Kaiser Sigismund, Friedrich II. und Heinrich von Schwarzburg erlitten.

1456

Gutenberg erfindet in Mainz die Buchdruckerkunst. Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg, (* um 1400 in Mainz; † 3. Februar 1468 ebenda) gilt als Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Metall-Lettern (Mobilletterndruck) in Europa und des mechanischen Buchdrucks.

Die Verwendung von beweglichen Lettern revolutionierte die herkömmlichen Methoden der Buchproduktion und löste in Europa eine Medienrevolution aus. Gutenbergs Buchdruck breitete sich schnell in Europa und später in der ganzen Welt aus (siehe Ausbreitung des Buchdrucks) und wird als ein Schlüsselelement der Renaissance betrachtet. Insbesondere sein Hauptwerk, die Gutenberg-Bibel, wird allgemein für ihre hohe ästhetische und technische Qualität gerühmt.

Zu Gutenbergs zahlreichen Beiträgen zur Buchdruckerkunst gehören neben der Verwendung von beweglichen Lettern auch die Erfindung einer besonders praktikablen Legierung aus Zinn, Blei und Antimon, einer ölhaltigen Tinte und eines Handgießinstruments. Zudem erfand er die Druckerpresse

1461

Schlacht von Towton: Edward IV. besiegt das Heer von Lancaster. Die Schlacht von Towton war die blutigste Schlacht der Rosenkriege und die blutigste Schlacht, die jemals in England geschlagen wurde. Sie fand am 29. März 1461 (Palmsonntag) auf einem Hügelplateau zwischen Towton und Saxton, Yorkshire statt.

Die beteiligten Parteien waren die Yorkisten unter der Führung König Edwards IV. und die Lancastrianer unter der Führung Henry Beauforts, des Sohnes des 2. Herzogs von Somerset, Edmund Beaufort. Insgesamt nahmen zwischen 50.000 und 110.000 Männer an dieser Schlacht teil, die Aussagen der Chronisten variieren hierbei jedoch sehr stark. Historiker vermuten die Gesamtzahl der Verluste auf beiden Seiten zwischen 20.000 bis 30.000 Personen, viele davon wurden allerdings erst nach Ende der Schlacht getötet, als sich das Heer der Lancastrianer auf der Flucht befand. Einer der Gründe für die hohe Zahl der Getöteten dürfte in der vorherigen Absprache beider Parteien liegen, keine Gefangenen machen zu wollen (no quarter would be given nor asked). Die Schlacht endete mit einem überragenden Sieg des Hauses York und war eine der entscheidenden Schlachten in den Rosenkriegen.

1469 - 1492

Lorenzo de Medici (der Prächtige) regiert in Florenz. Zusammen mit seinem Bruder Giuliano wurde er durch eine umfassende humanistische Ausbildung auf seine künftige Rolle vorbereitet. Nach dem Tod seines Vaters Piero trat er 1469 an die Spitze der Republik Florenz. Er besaß in der Republik de jure keine Amtsgewalt, dennoch regierte er de facto die Stadt. Er regierte hinter vorgehaltener Hand, im Hintergrund, durch Mäzenatentum, indem er die Leute, die die offiziellen Ämter besaßen, um sich scharen konnte. Dies geschah nach dem Motto „Ich gebe, damit du gibst“: Nur wer von Lorenzo protegiert wurde, konnte eine politische Laufbahn beginnen. In der neueren Forschung benennt man diese Art des Regierens mit Prinzipat, also der Regierungsform der frühen und hohen römischen Kaiserzeit.

Weitere wichtige Voraussetzungen für das Regieren von Lorenzo waren der immense Reichtum der Familie, der vor allem durch die Banca dei Medici unter der Leitung von Lorenzos Großvater und Vorvorgänger, Cosimo, erwirtschaftet worden war; die stark betriebene Propaganda und auch eine Manipulation der Verfassung, unter anderem eine Einführung von neuen Medici-treuen Räten oder durch Manipulation des Wahlverfahrens.

1477

Schlacht bei Nancy (Burgund): Die Schweizer besiegen und vertreiben die Burgunder. Die Schlacht von Nancy am 5. Januar 1477 war die letzte Auseinandersetzung der Burgunderkriege zwischen Herzog Karl dem Kühnen von Burgund und der Niederen Vereinigung, die sich 1474 zwischen der Eidgenossenschaft, einigen elsässischen Reichsstädten, dem habsburgischen Regenten von Vorderösterreich, den Bischöfen von Basel und Strassburg sowie dem Herzogtum Lothringen gebildet hatte. In der Nähe von Nancy traf das burgundische Heer von etwa 15.000 Mann mit dem Aufgebot René II. von insgesamt ungefähr 19.000 Mann am 5. Januar 1477 zusammen. Kurz vor der Schlacht ging der Oberbefehl von René von Lothringen auf Wilhelm Herter und Oswald von Thierstein über, da der Rat der Hauptleute den militärisch unerfahreren Herzog für überfordert hielt. Im Anschluss wurden die Truppen neu formiert. Der Herzog erhielt eine Schutztruppe von 100 umsichtigen Bernern zugeordnet, die ihn während der Schlacht begleiteten. Den verbündeten Söldnern gelang es unerkannt im Schneetreiben ein Anhöhe in der Flanke des burgungischen Heeres zu besetzten. Von dort aus nahmen rund 8.000 schweizer und deutsche Söldner unter der Führung von Wilhelm Herter die Stellungen der verschanzten Burgunder im Sturmangriff. Der größte Teil des burgundischen Fußvolks ertrank im Fluss Meurthe. Die Überlebenden wurden bis vor die Tore der Festung Metz verfolgt.
Karl der Kühne wurde auf der Flucht, vermutlich durch deutsche Söldner, durch zwei Lanzenstiche in den Oberschenkel und in den Unterleib verwundet und verstarb dann an einem Halbartenhieb, der ihm den Schädel spaltete. Seine geplünderte und entstellte Leiche wurde in der Nacht auf den 7. Januar nahe eines Weihers wenige hundert Meter von seiner Stellung in der Schlacht entfernt gefunden. 

1492

Granada fällt, Spanien wird von den katholischen Königen regiert. Nach dem Untergang des Kalifats von Córdoba ergriff 1012 der berberische Clanchef Zawi ibn Ziri die Macht in der Provinz und machte das leichter als Elvira zu verteidigende Granada zum Sitz der Dynastie der Ziriden, die von hier aus etwa 80 Jahre lang über eines der bedeutendsten Kleinkönigreiche des südlichen Al-Andalus herrschte, bis sie von den Almoraviden gestürzt wurde. Nach der Vertreibung der Almohaden wurde die Stadt von 1238 bis 1492 Hauptstadt des Sultanats der Nasriden.
Am 2. Januar 1492 kapitulierte der letzte nasridische Herrscher Muhammad XII. (auch Boabdil) und übergab die Stadt an Königin Isabella I. von Kastilien und König Ferdinand II. von Aragón, die so genannten „Katholischen Könige“ (Reyes Católicos). Damit war die Reconquista, die „Rückeroberung“ der iberischen Halbinsel für das Christentum, abgeschlossen.

Columbus entdeckt Amerika.